Some descriptions/opinions about goalkeeper positioning

Je nach eigenem Stellungsspiel und Position des Schützen variiert auch die Größe der sogenannten virtuellen Tore in den jeweiligen Zonen. Je nach Spielsituation bestimmt dann auch die Größe des jeweiligen virtuellen Tores die Bandbreite an möglichen Zonen-Techniken, um den Ball entschärfen zu können. Ein Torwart sollte stets wissen, wie groß sein aktuelles virtuelles Tor in der jeweiligen Spielsituation ist. Als Sonderfall kann der frontale und seitliche Über-Kopf-Ball angesehen werden, nicht jede Flugbahn des Balles verläuft linear d. h. gerade auf das virtuelle Tor zu. Der „Robben-Ball“ aus Zone 2 diagonal über den Torwart hinweg kann hier als ein gutes Beispiel angesehen werden. Es bietet sich daher eher an, das Erlernen der Zonen-Techniken nicht bloß auf einzelne Zonen zu begrenzen, sondern sie am Ende auch immer einer notwendigen Flexibilität in Form des sogenannten „Zonen-Rucksackes“ spätestens im Rahmen des linearen Zonentrainings bzw. der Zonenwechsel zu unterziehen.
Am schwierigsten ist für einen Torhüter mit Sicherheit, die sogenannte Abdruckzone zu verteidigen, da sie den breitesten Einschusswinkel hat. Weil der Torwart in dieser Zone des Öfteren gezwungen ist, explosiv zum Ball abzuspringen, um einen Torerfolg zu verhindern, wird diese Zone als Abdruckzone bezeichnet. Innerhalb dieser Zone muss man zwischen Schüssen außerhalb und innerhalb des Strafraumes unterscheiden. Bei Weitschüssen kann der Torwart seine Position verbessern, indem er beim Schuss ungefähr 3 m vor der Torlinie steht und dadurch den Einschusswinkel verkleinert. Weiter sollte er allerdings nicht vorrücken, weil ansonsten die Gefahr besteht, von einem Bogenball überrascht zu werden. Etwas anders verhält es sich bei Schüssen aus dem Nahbereich. Wenn er noch die Zeit hat, näher an den Schützen heranzurücken, sollte er diese Möglichkeit nutzen und dadurch den Einschusswinkel verkleinern. Der Torhüter kann somit sein Tor besser abdecken. Außerdem muss er sich durch eine breite Körperhaltung und mit seitlich ausgebreiteten Armen „groß machen“. Sowohl bei Torschüssen als auch bei Dribblings hingegen verhält sich der Torhüter in der jeweiligen Situation gleich wie in der Kippzone.
Vorab gilt es zu wissen, dass statistisch gesehen die meisten Tore im Fußball aus dem Strafraum heraus fallen. Man spricht hier von einer Nahdistanz und hier werden auch im Stellungssiel der Torhüter die meisten Fehler gemacht. Um nun Schritt für Schritt das Torhüterverhalten zu verbessern, analysiert man zum einen die möglichen Aktionen des Angreifers und zum anderen die Position des Angreifers zum Tor und den dadurch variierenden Einschusswinkel.
Die Rolle des Torhüters ist der Schlüssel zum Erfolg oder Misserfolg der Mannschaft. Der Torwart gehört zu den wichtigsten Spielern im Fussball. Die Position eines Keepers lässt sich vergleichen mit der eines Quarterbacks in Football-Teams oder dem großen Center im Basketball. Der Torwart ist das Auge der Verteidigung und der Kommandeur und Chef der Verteidigungslinie. Seine Position ermöglicht ihm, sein Team mit verbaler und physischer Kommunikation im Spiel zu führen. Aus diesem Grund ist es wenig überraschend, dass Keeper die Kapitäne vieler Mannschaften sind.
Das Torwarttraining ist häufig konservativ. Ehemalige Torhüter werden selbst Torhütertrainer und führen die erlernten Inhalte und Methoden fort. Hier hat ein Umdenken zu erfolgen: nicht nur der Fußball, sondern auch speziell das Anforderungsprofil eines Torhüters hat sich stark verändert. Es ist wichtig, dass der Torwarttrainer offen für neue Ideen und Methoden ist, um dem veränderten Spiel gerecht zu werden. Der Torwart ist der einzige Spieler, der permanent alle Feldspieler vor sich hat. Von ihm wird eine kommunikative Persönlichkeit verlangt, die sich nicht nur mit Anweisungen, sondern auch fußballerisch mit ins Spiel einbringt. Er ist letzter Verteidiger und erster Angreifer zugleich. Je nach taktischer Ausrichtung des Teams ist der Torwart auch außerhalb des Strafraums gefordert. Steht die Viererkette sehr hoch, muss er tiefe Pässe abfangen können. Wird eher im Abwehrpressing verteidigt, ist mit Flugbällen in den Torraum zu rechnen.
Der Torwart muss versuchen, den Winkel für einen möglichen Schuss zu verkürzen und seine Körperoberfläche zu vergrößern. In Eins-gegen-Eins Situationen versucht der Schlussmann mit allen Mitteln, den Torerfolg des Gegners zu verhindern. Bei Elfmetern und Freistößen gilt es, die Körpersprache und die Ausführung des Schützen zu beobachten. In diesem Prozess lernt der Torwart das Standbein, den Anlauf, die Augen und die Hüften des Angreifers zu analysieren. Mit ausreichend Erfahrung fällt es zunehmend leichter, die Richtung eines Elfmeters oder Freistoßes vorherzusagen.
Viele denken, dass das Abwehren von Schüssen der wichtigste Teil der Arbeit eines Torwarts ist, aber oft sind es die Beinarbeit und die Positionierung, die darüber entscheiden, ob der Ball pariert wird oder nicht.